#7 Wenn Pflege zu Hause an Grenzen kommt – Mobile Pflege erklärt
Shownotes
In der siebten Folge des Problemimmobilien Podcasts ist das Team vom Pflegedienst Limbach aus Wuppertal-Heckinghausen zu Gast: Geschäftsführerin Viktoria Schimpf (seit 2015 dort tätig, seit 2025 in der Inhaberrolle) und Pflegedienstleitung Bensia Albert-Don Bosco. Die Fortsetzung der Limbach-Reihe nach Folge 3 mit Gründerin Thekla Limbach.
Sie sprechen über:
✅ Was mobile Pflege wirklich leisten kann – und was nicht ✅ Wie ein Pflegegrad beantragt wird und welches Budget Angehörige erwarten können ✅ Warum Limbach kostenlos berät – auch ohne dass jemand Kunde wird ✅ Wann ein Verbleib zu Hause nicht mehr funktioniert – und welche Rolle Immobilien dann spielen ✅ Ein konkreter Fall: Eine Mutter mit Schlaganfall, drei Beratungstermine, der schwerste Moment beim Sohn
👉 Nächste Folge: weitere Themen rund um Problemimmobilien
🎙️ Gäste: Viktoria Schimpf | Geschäftsführerin Pflegedienst Limbach Bensia Albert-Don Bosco | Pflegedienstleitung Limbach
🏠 Host: Sascha Oertel | Problem.Immobilien
📍 Wuppertal-Heckinghausen
Mehr Informationen: https://problem.immobilien
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute zu Gast bei Problemimmobilien. Wenn eine Immobilie ein Problem hat, sind wir die Richtigen, heißt es so schön bei uns.
00:00:07: Ich habe heute die Firma Limbach hier in Heckinghausen ansässig und zum einen habe ich die Viktoria und die Benzia hier.
00:00:15: Viktoria, erzähl mal ganz kurz, wer du bist und was du bei der Firma Limbach machst.
00:00:21: Ich bin Viktoria Schimpf. Bei Firma Limbach habe ich 2015 angefangen als Pflegedienstleiterin.
00:00:27: 2022 bin ich in die Geschäftsführung reingekommen und seit 2025 habe ich die Firma übernommen.
00:00:37: Und seitdem habe ich natürlich sehr viel gemacht, viel aufgebaut, viel erlebt und bin ich auch noch in der Pflege tätig.
00:00:47: Organisation, Marketing, ich mache alles.
00:00:50: Genau, du bist die Frau für das Grobe. Du weißt ja, wie es geht und hast jetzt auch Unterstützung mitgebracht.
00:00:55: Die Benzia, erzähl mal kurz, wer bist du?
00:00:57: Ja, hallo, ich bin die Benzia und ich bin die Pflegedienstleitung seit August jetzt, also noch gar nicht mal so lange her, bei der Firma Limbach.
00:01:06: Und ich bin zuständig oder verantwortlich für Mitarbeiter, für Neukunden oder auch Bestandskunden, für Beschwerden, für auch positives Feedback.
00:01:16: Alles landet bei mir sozusagen. Also ich führe aus, was Viktoria schon so gut alles vorbereitet hat, was sie schon in die Wege geleitet hat.
00:01:24: Und ich führe die Dinge aus und organisiere, strukturiere.
00:01:27: Und mehr und mehr unterstütze ich sie auch in den Marketinggeschichten und in weiteren Plänen da, wie ich kann und wo ich kann.
00:01:36: Sehr schön. Also ihr gestaltet zusammen das, was mal aufgebaut worden ist, führt ihr fort. So kann ich das so sagen.
00:01:43: Genau, ja.
00:01:44: Was ist so das Krasseste, was dir in deiner Zeit als Pflege, jetzt nicht unbedingt bei Limbach, aber was ist da, was du mal erzählst, was war das Krasseste, was dir passiert ist?
00:01:53: Krasseste oder das schönste Erlebnis, wo ich gedacht habe...
00:01:57: Ja, deswegen mache ich das. Das Tribut war, als ich einem Kunden ermöglichen konnte, zu Hause zu sterben.
00:02:06: Also das war sein Wunsch und wir haben ihn schon lange versorgt gehabt. Das war in einem anderen, so bei einer vorherigen Firma, aber es spielt keine Rolle.
00:02:15: Auf jeden Fall war das dann der Moment, ich wusste, dass dieser Kunde zu Hause sterben möchte und er hat mit seiner Frau dort gelebt und wir haben alles getan, alles ermöglicht und ihn in der palliativen Situation,
00:02:27: auch weiter versorgt bis zum Ende und das war, ja, das war auch mein erster Kunde, der in der ambulanten, also als ich in die ambulanten Pflege eingestiegen bin, in der Führungsrolle, der dann verstorben ist zu Hause und wo ich dann gemerkt habe, dass er mit Klick gemacht hat, wusste ich, ja, das ist irgendwie so ein erfüllender Moment, dass man das ermöglichen konnte und ja, das ist ein schöner Moment gewesen.
00:02:52: Schön, dann gehe ich gleich nochmal drauf ein, aber von dir möchte ich natürlich auch wissen, was war für dich so das Krasseste?
00:02:57: Was du in deiner Zeit so in der Pflege erlebt hast?
00:03:01: Ja, oft ist so, dass wir Anruf bekommen, dass Vater oder Mutter zu Hause gestürzt ist und liegt im Krankenhaus, Zustand nach Schenkelhalsfraktur, bettlägerig und ist nichts vorbereitet.
00:03:19: Und das ist für uns natürlich eine große Herausforderung, diesen Menschen zu helfen, alles zu organisieren, wo wir von Anfang, von Null an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an, von Anfang an.
00:03:27: Wir haben müssen Anträge, Verträge stellen, Pflegegrad beantragen. Meistens dauert das sehr lange und wir wünschen uns natürlich, dass die Menschen schon jetzt überlegen, Angehörige und auch ältere Menschen, dass die zusammenkommen im Familienkreis und überlegen, also dass die schon vorbereitet sind und wir sind bereit, auch kostenlos zu beraten.
00:03:56: Zu beraten.
00:03:57: Zu beraten auch und wir nehmen Zeit und wir setzen uns und erklären auch, was zu welcher Problematik kann das alles führen.
00:04:07: Und wenn man so unvorbereitet Pflegebedürftigkeit zu Hause hat, dann ist man erst mal sehr, sehr verzweifelt und sucht natürlich dann auch schnell die Wege und die Wege gibt es auch nicht sofort.
00:04:27: Weil.
00:04:27: Weil es muss auch sehr viel Organisation steht dahinter.
00:04:32: Also erstmal danke, dass du mir das erstmal so erklärt hast, weil jetzt sind die, du bist schon richtig eingestiegen in den Themen, die ich gleich abhandeln möchte, weil die, die das jetzt hier hören, die haben ja meistens das Bedürfnis zu wissen, was passiert überhaupt in der mobilen Pflege, was ist mobile Pflege, was kann so eine mobile Pflege überhaupt für mich,
00:04:57: darstellen oder für wann brauche ich die, wann, wann tritt sowas ein?
00:05:02: Also die mobile Pflege erstmal ist ein zeitlich beschränkter, also beschränkter Einsatz von Pflegehilfskräften oder Pflegefachkräften vor Ort bei jemandem zu Hause.
00:05:17: Also erstmal das als Grundlage und dann kommt es darauf an, wie stark ist der Mensch pflegebedürftig und welche Leistungen.
00:05:27: Benötigt er von diesem Pflegedienst.
00:05:30: Es kann grundpflegerische Leistungen sein, also Körperpflege oder Behandlungspflege, das heißt zum Beispiel Medikamentengabe, Kompressionsstrümpfe anziehen oder auch eine Wundversorgung, die dann vielleicht täglich, vielleicht dreimal täglich, dreimal wöchentlich gemacht werden muss.
00:05:47: Und das ist dann sehr individuell, je nach Mensch, was dann benötigt wird.
00:05:53: Aber Grundlage, also viele setzen sich nicht.
00:05:57: Sie setzen sich nicht damit auseinander, dass eine ambulante Betreuung oder ambulante Pflege nur eine kurze Zeit da ist und setzen sich mit dieser Tatsache nicht so richtig auseinander, wenn sie niemanden anderes haben zu Hause, der dann die restliche Zeit Essen anreichen kann oder bei der Inkontinenzversorgung unterstützen kann, weil der Mensch sehr stark eingeschränkt ist in seiner Mobilität.
00:06:25: Aber wie passiert denn zum Beispiel.
00:06:27: Ich sage jetzt einfach mal, ich sage Klassiker, ich weiß nicht, ob es der Klassiker ist, aber es ist so, meine Eltern zum Beispiel sind beide noch gut dabei, aber es kann ja jetzt mal passieren, dass der eine stürzt und dem passiert was und der andere kümmert sich.
00:06:43: Was müsste, ich sage mal, die Person machen, um sich bei euch helfen zu lassen oder ist es überhaupt möglich, dass sie helfen bleibt oder ich sage jetzt mal, meine Mutter stürzt und mein Papa muss meine Mutter in Anführungsstrichen pflegen.
00:06:56: Kriege ich das aber vielleicht gar nicht.
00:06:57: Irgendwann gehändelt, weil er vielleicht bestimmte Sachen nicht kann.
00:07:00: Wie soll der vorgehen?
00:07:00: Was muss er tun?
00:07:01: Auf jeden Fall erst mal einen Antrag stellen auf Pflegebedürftigkeit.
00:07:05: Dann würde man, also das macht man bei der Krankenkasse und dann würde der medizinische Dienst rausfahren, das begutachten und eine Pflegestufe feststellen.
00:07:13: Und je nach Pflegestufe hat man ein bestimmtes Budget bei der Krankenkasse und bei der Pflege oder bei der Pflegeversicherung.
00:07:21: Das ist auch so eine Sache.
00:07:22: Also man hat ja eine, man ist bei der, ich sage jetzt mal zum Beispiel XY versichert.
00:07:27: Und beide, also Krankenkasse und Pflegeversicherung, man spricht in der ambulanten Pflege von diesen zwei Kostenträgern, aber die sind beide an einem Ort.
00:07:38: Und das ist für viele Laien, sage ich jetzt mal, nicht sehr abstrakt wie Pflegeversicherung, wie Krankenkasse.
00:07:46: Wir reden eigentlich nur von einer einen Versicherung, wo man versichert ist.
00:07:49: Aber die haben halt verschiedene Abteilungen, deswegen müssen wir das auch differenziert bei uns behandeln.
00:07:54: Okay, das heißt die, mein Vater.
00:07:57: Er müsste sich bei euch melden.
00:07:59: Ihr würdet ihm praktisch diese Information geben, weil ich habe das eben schon rausgehört, die Victoria hat es gerade erzählt,
00:08:04: dass wenn jetzt jemand pflegebedürftig ist oder er hat eine pflegebedürftige Person,
00:08:09: dann kann der bei euch anrufen und wird dann informiert, was er zu tun und was er zu lassen hat.
00:08:14: Oder wie kann ich mir das vorstellen, Victoria?
00:08:15: Ich wünsche nur allen Menschen, dass die vorher schon Informationen reinholen, ob jetzt Pflegebedürftigkeit da ist oder nicht.
00:08:24: Alle können bei uns anrufen.
00:08:27: Wir haben jetzt letzte Woche auch einen Fall gehabt, wo unsere Pflegedienstleiterin eineinhalb Stunden einfach den Menschen beraten hat,
00:08:34: wo wir auch gar nicht dazu gekommen sind, dass das unser Patient geworden ist.
00:08:39: Wir haben Zeit genommen, weil wir fühlen uns verpflichtet, auch Menschen diese Informationen weiterzugeben,
00:08:45: damit die Menschen schon vorher informiert, was erwartet sie im Fall, wenn Eltern pflegebedürftigt werden.
00:08:56: Mhm.
00:08:56: Wir wünschen uns, dass die uns anrufen, vorbeikommen, Zeit nehmen.
00:09:01: Wir nehmen Zeit umsonst, kostenlos. Das kostet nichts.
00:09:06: Nur, dass das, wenn das dazu kommt, dass wir auch sofort helfen können.
00:09:14: Ja, ihr könnt, genau, das habe ich auch gerade verstanden, als du das eben erzählt hast,
00:09:19: dass praktisch, wenn ich jetzt sage, Papa, ruf mal da an bei Limbach, die können dir bestens einmal loslassen.
00:09:25: Ich kann dir ja jetzt auch nicht helfen.
00:09:26: Ruf da an, das heißt, ihr ruft an, ihr macht einen Termin, der kommt da hin, der kriegt alle Informationen, die er braucht.
00:09:33: Jetzt stellt ihr aber fest, der hat diese Informationen bekommen, der kann da aber nichts mit anfangen.
00:09:38: Was macht man denn dann?
00:09:39: Ja, also auch da gucken wir, ob es die Möglichkeit gibt, das zu unterstützen, so Antragstellungen zu unterstützen.
00:09:47: Ja, da muss man natürlich halt gucken, in welchem Rahmen man das leisten kann oder wir leiten das auch weiter.
00:09:53: Es gibt auch verschiedene andere Dienste.
00:09:56: Oder die Alleinstehende oder Menschen ohne Angehörigen begleiten in Antragstellungen.
00:10:02: Oder ist man da, das ist tatsächlich nicht direkt die Kernaufgabe vom Pflegedienst.
00:10:09: Aber wir sind mittlerweile schon sehr gut vernetzt, dass ich dann, wenn ich dann sowas höre und ich merke, da ist jemand alleine,
00:10:15: hat keine Möglichkeiten, das selber zu machen, dann vernetze ich entsprechend,
00:10:20: so dass sich zum Beispiel der soziale Dienst von der Stadt sich mit drum kümmert.
00:10:24: Okay.
00:10:24: Oder ich gucke, ob es einen Angehörigen gibt, der greifbar ist, den ich mit ins Boot holen kann, der dann das mit begleitet.
00:10:32: Das ist eine ganz, ganz wichtige Sache, weil Pflegedienste müssen sich so gestalten, dass sie lange leben können.
00:10:44: Und dafür müssen wir gute Netzwerke aufbauen, damit die Verantwortung auch von den jeweiligen Diensten getragen werden kann.
00:10:51: Wenn ich zu viel mehr mache.
00:10:54: Dann ist das zwar schön für den Menschen, aber schlecht für den Pflegedienst und für alle anderen Kunden, die wir haben.
00:11:01: Ja.
00:11:01: Und deswegen sind wir sehr, sehr gut vernetzt und gucken dann, wem können wir wie helfen.
00:11:06: Ist das ein Kunde, der schon bei uns ist?
00:11:08: Ist das eine ganz andere Sache, weil der ist ja schon bei uns in Kontakt?
00:11:12: Ja.
00:11:12: Wenn da eine Verschlimmerung auftretet, dann haben wir im System alle Kontaktdaten, haben wir Angehörige,
00:11:18: gegebenenfalls einen Betreuer, wo wir dann direkt Kontakt aufnehmen können und sagen können,
00:11:21: so, pass mal auf, da muss jetzt ein Antrag gestellt werden.
00:11:24: Der braucht jetzt eine Höherstufung.
00:11:26: Wir brauchen mehr Budget, um ihn anders zu unterstützen.
00:11:30: Das ist eine sehr, sehr individuelle Geschichte tatsächlich.
00:11:32: Und deswegen, wie Viktoria jetzt spielt, spiele ich wieder zurück.
00:11:36: Man muss reinkommen, sich beraten lassen, damit man individuell gucken kann, was für ein Fall liegt es hier vor.
00:11:41: Aber der erste Schritt ist dann, wenn man noch gar keine Pflegestufe hat,
00:11:45: ist der erste Schritt tatsächlich, erstmal einen Antrag zu stellen, um den Pflegegrad festzulegen.
00:11:53: Okay.
00:11:53: Jetzt spiele ich mal einen anderen Ball.
00:11:55: Ich komme nochmal aus der Immobilienwirtschaft.
00:11:57: Und das Thema ist halt das, was ich jetzt teilweise immer auf dem Tisch habe, klassisch.
00:12:02: Es kommen, ich sage mal, Angehörige hin, die sagen, was noch auf, Herr Hottel, meine Mutter und mein Vater,
00:12:07: die sind pflegebedürftig geworden.
00:12:09: Wir haben da jetzt aber eine Immobilie.
00:12:11: Meine Mutter kann nicht mehr zu Hause gepflegt werden.
00:12:14: Wie geht ihr, habt ihr solche Fälle auch?
00:12:17: Beratet ihr die?
00:12:18: Gebt ihr denen die Informationen?
00:12:19: Oder ist das so die Aufgabe, du hast gerade gesagt, du hast das Netzwerk.
00:12:23: Und, ich sage mal, die Angehörigen, um die betreute Person, die dann, ich sage mal, die Hilfe braucht,
00:12:29: sind ja meistens dann schon überfordert mit dem ganzen Papierkram, der da auf einen hergeht.
00:12:35: Das heißt, die haben ja den Kopf gar nicht frei für andere Sachen.
00:12:37: Das heißt, die sind blockiert.
00:12:38: So nenne ich es immer.
00:12:40: Das heißt, die sehen zwar, wir haben jetzt gerade einen riesen Ball, den wir spielen müssen.
00:12:45: Meine Mama oder Papa ist gerade pflegebedürftig.
00:12:47: Wir haben hier die ganzen Anträge.
00:12:48: Wir wissen gar nicht, welche Pflegestufe kommt.
00:12:51: Wir wissen aber jetzt schon zum Zeitpunkt X.
00:12:53: Hier geht es nicht.
00:12:55: Was macht ihr dann?
00:12:56: Oder wie seht ihr das?
00:12:57: Also das Problem findet schon viel früher statt, würde ich sagen.
00:13:00: Wir sind noch, also wir müssen noch mal einen Schritt zurückgehen.
00:13:01: Und zwar, die meisten erkennen erstmal gar nicht, dass sie nicht mehr zu Hause bleiben können.
00:13:07: Okay.
00:13:08: Da müssen wir eigentlich ansetzen.
00:13:09: Ich habe ganz oft die Gespräche, dass ich dann sage, ich glaube, diese Versorgungsform,
00:13:16: also die ambulante Versorgungsform ist nicht auf Dauer die richtige.
00:13:20: So fange ich dann an.
00:13:21: Dann sage ich dem Angehörigen.
00:13:22: Darüber müssen wir uns Gedanken machen.
00:13:25: Wir können die Leistungen natürlich erhöhen.
00:13:28: Aber meine fachliche Einschätzung ist, auf Dauer ist das nicht die richtige Lösung.
00:13:33: Das ist ein sehr sensibles Thema, weil, wie gesagt, die meisten Menschen natürlich zu Hause bleiben möchten, was ja auch mein oder unser Ziel ist, dass wir das ermöglichen, dass sie zu Hause bleiben können.
00:13:44: Aber in so einem Fall, wenn man dann feststellt, man kann nicht mehr zu Hause bleiben, muss man erst mal ganz sensibel vorgehen und erst mal diese Realisation.
00:13:52: Bei den Angehörigen und bei den Menschen selbst bringen.
00:13:55: Und das ist eigentlich der größte Knackpunkt, den wir im Pflegedienst haben, dass das wahrgenommen wird.
00:14:04: Ach okay, ich kann nicht mehr alleine bleiben.
00:14:06: Ich brauche mehr Unterstützung und muss dann vielleicht oder am besten, also wahrscheinlich aus meinen vier Wänden raus.
00:14:14: Wenn die das realisieren, ist es ja gut.
00:14:17: Wenn sie es nicht realisieren, wie geht es denn damit um?
00:14:20: Aha.
00:14:22: Genau, das ist das unsere Problem.
00:14:24: Offene Augen gucken, wie die Menschen sehr verzweifelt sind und mit viel Angst und dann können die nicht klar denken.
00:14:32: Und unsere Aufgabe gerade so individuell Problematik feststellen, wo ist jetzt das Problem?
00:14:40: Natürlich, wenn wir sehen, der Pflegebedürftige kann zu Hause bleiben, erst mal, wir organisieren alles.
00:14:49: Wenn nicht, dann müssen wir.
00:14:52: Dann müssen wir natürlich mit unseren Partnern, also sei das Immobilienpartner, Immobilienmakler, wenn die Menschen eigene Immobilien haben zum Beispiel.
00:15:01: Also da arbeiten wir mit unseren Partnern, wo wir auch sicher sind, dass das geholfen wird, dass das 100% alles sauber läuft und die Menschen werden dann zufrieden auch.
00:15:15: Und deren Schmerz wird halt abgenommen und geholfen.
00:15:19: Wenn die Menschen geholfen sind, sind die nachvollziehbar.
00:15:22: Natürlich auch glücklich und genau.
00:15:24: Und wenn die Pflegebedürftige auch noch zu Hause bleiben können, das ist unser Ziel.
00:15:29: Und da arbeiten wir natürlich stark daran, dass wir so lange Menschen helfen, dass sie zu Hause bleiben und in eigene vier Wänden.
00:15:40: Und da raten wir natürlich auch, wie Vorsorgevollmacht zu überlegen, wie es das ist.
00:15:47: Natürlich mit Immobilien ganz wichtig.
00:15:50: Das ist unsere auch.
00:15:52: Nicht unsere, sondern auch unsere Thema auch oft, dass die Eltern zum Beispiel noch nicht entschieden haben, was ist mit Immobilien letztendlich passiert.
00:16:04: Sind die Testamenten geschrieben?
00:16:05: Sind die Erbschaft schon klar steht?
00:16:10: Und da müssen die Angehörigen auch genau hingucken, dass die nachher dann auch nicht einfach so verzweifelt stehen, wenn Vater oder Mutter plötzlich stirbt, um Gottes Willen.
00:16:22: Oder pflegebedürftig bedürftig ist und nicht mehr selber entscheiden kann.
00:16:27: Das ist ganz großes Thema.
00:16:29: Schon richtig unterbreche ich hier, wenn du sagst, einen Schritt fangen wir vorher an, wir machen die Analyse, gucken, was haben wir hier, geht das überhaupt, können wir die Personen hier pflegen?
00:16:43: Wenn ja, passiert das, wenn nein, passiert das, dann wird praktisch auch garantiert abgefragt, das hast du jetzt gerade zumindest so gesagt, so habe ich es rausverstanden, dass du sagst,
00:16:52: gibt es überhaupt eine Vollmacht, ist eine Vollmacht vorhanden, darf die Person von mir überhaupt gepflegt werden, muss es eine externe Person machen?
00:17:01: Das sind alles so Themen, die fragt ihr ab und dann erst beginnen oder dieser, ich sage mal, medizinische Dienst, der da kommt, also ich, das ist jetzt alles Leihwissen, was ich habe,
00:17:12: weil, ich sage mal, wenn ich da jetzt säße und wüsste nicht, ich habe jetzt das Gespräch mit euch gehabt und dann sitzen wir bei meiner Mutter und dann stellen wir fest,
00:17:22: das geht nicht, die muss hier raus und die will aber nicht, weil die sagt, ich möchte gerne hierbleiben, in den vier Wänden.
00:17:29: Zwingen kann keiner, niemanden, also es ist, es ist, also niemand kann einfach rausgeschmissen werden, das kann weder der medizinische Dienst noch,
00:17:38: also es gibt kein Amt, dafür müsste man sozusagen für unmündig erklärt werden und das ist ein ganz anderes Gebiet, also das muss auch rechtlich dann ziemlich klar gemacht werden,
00:17:49: dass diese Person nicht mehr für sich selbst.
00:17:52: Diese Entscheidung treffen kann und das ist, im seltensten Fall gibt es das, also ich habe das noch nicht erlebt und ich glaube, es ist auch sehr schwierig, dass man jemanden entmündigen kann in so einem Fall.
00:18:03: Also man kann tatsächlich nur als Pflegedienstempelungen, also starke Empfehlungen aussprechen und sagen, es ist nicht mehr gewährleistet, ich schalte dann alle möglichen Netzwerkpartner, Sozialdienste, Betreuer und was weiß ich, informiere alle, die ich informieren muss,
00:18:18: um mich auch sicher, um mich halt auch, oder um den Pflegedienst und um die Gruppe.
00:18:22: Also das ist ein ganz großes Problem, weil man muss sich ja nicht so überlegen, rechtlich da zu schützen, weil wenn ich sehe, da wird, wenn ich sozusagen schon visuell das im Kopf habe, okay, wir pflegen morgens um 8, von 8 bis 8.30 Uhr sind wir da und um 9.30 Uhr wird er wahrscheinlich stürzen, wenn er versucht aufzustehen und fällt dann und geht ins Krankenhaus, versuche ich mich natürlich zu schützen.
00:18:40: Klar.
00:18:40: Und das mache ich dann, indem ich halt alle informiere und wir können niemanden zwingen, also wir können nur sagen, hören Sie mal hin, also das geht nicht, also Sie können nicht mehr alle informieren.
00:18:52: Sie können nicht alleine zu Hause bleiben, es funktioniert nicht, Sie kommen nicht mehr zur Bank, ganz klassisch, Sie kommen nicht mehr zur Bank, Sie haben kein Essen mehr, gut, auch das kann man lösen, wenn man Geld hat, kann man einkaufen gehen, das macht der Pflegedienst auch, aber was passiert, wenn Sie nachts um 12 Uhr auf Toilette müssen, weil Sie können nicht aufstehen und dann stürzen Sie und Sie haben keinen Notruf, weil Sie kein Geld haben, um einen Notruf zu bezahlen.
00:19:18: Was ist denn jetzt das?
00:19:22: Weil das ist so ein Thema, das habe ich jetzt auch schon in der Erbengemeinschaft teilweise, weil ich sage nur, das Problem fängt ja zu Hause an, so und wenn das Problem zu Hause ist und es ist eine Familie vorhanden, da gehe ich jetzt erstmal von aus, wenn das nicht ist, ist es ein anderer Fall, da gibt es eine, ich sage mal, kann man einen Betreuer gestellt bekommen von Amts wegen, da kann ich nicht drauf eingehen, aber angenommen die Familie ist noch intakt, Tochter, Sohn, Mama und Papa reden auch noch alle miteinander, wir gehen jetzt mal von einer normalen Situation aus und du sagst ganz klar, okay, es geht nicht mehr von der Familie aus, es geht nicht mehr von der Familie aus, es geht nicht mehr von der Familie aus, es geht nicht mehr von der Familie aus.
00:19:52: Wir können das nicht hier zu Hause realisieren, das ist das, was wir Ihnen als Pflege sagen, so, jetzt habt ihr das natürlich dann auch mit allen besprochen, vermute ich mal, sagst du, so und wenn die sagen, so, nee, wollen wir nicht, wir machen das auf unsere Kappe, ist das ja auch vollkommen in Ordnung, dann machen die das erstmal so, wie es ist und stellen aber dahinter irgendwann feste, das war gar nicht so schlecht, was die gesagt haben von Limbach, ich glaube, da rufen wir nochmal an, geht ihr dann nochmal rein, besprecht ihr die Sachen nochmal ab oder macht ihr, was für ein Prozedere läuft dann ab?
00:20:22: Also wenn die dann nochmal auf uns zukommen und sagen, wir möchten doch Unterstützung haben und sagen wir mal, so jetzt, wenn ich es richtig verstanden habe, die haben sich beraten lassen, pflegen aber dann doch erstmal selber und sagen dann, ah nee, wir sollten vielleicht doch Unterstützung holen und wenn ich davon ausgehe, man kann ambulant versorgen, dann würde ich sagen, ja, dann gibt es einen Pflegevertrag, gibt es einen Kostenvoranschlag, dann wird abgesprochen, wann kommen wir genau, welche Qualifikation ist für die Leistungen notwendig und so weiter und so fort und dann starten wir und das ist halt also,
00:20:52: der Staat ist abhängig, ist eine Budgetfrage, also jeder kann morgen direkt gepflegt werden, wenn er keinen Pflegegrad hat, gar kein Thema, dann müsste er das nur bezahlen, selbst aus eigener Tasche, also es sollte keiner, es wird keiner, wir werden nicht sagen, ja, nee, wir pflegen niemanden, der keinen Pflegegrad hat, es ist nur eine Sache, dass wir es refinanzieren müssen, wir können halt, wir haben kein Budget, wo wir für Menschen im Härtefall direkt versorgen können,
00:21:22: es ist nur eine Sache, ich sage immer, es ist immer so ein schwieriges Thema, wenn ich über Kostenvoranschläge spreche bei Angehörigen, aber ich bin da sehr transparent und sage immer, wir sind, natürlich wollen wir helfen, aber ich muss halt auch den Pflegedienst refinanzieren.
00:21:41: Also du gehst arbeiten, damit du anderen helfen kannst, dafür kriegst du Gehalt und das muss ja irgendwo herkommen, das ist auch komplett legitim, deswegen ist das für mich überhaupt keine Frage,
00:21:49: aber man muss es,
00:21:52: aber wie du schon gerade sagst, mal kommuniziert haben und sagen, so pass mal auf, du kannst bei uns gepflegt werden, auch wenn du keine Pflegestufe hast, kostet aber Summe X, Thema durch.
00:22:00: Das ist für mich auch wichtig, dass du das so sagst, aber es gibt ja auch welche, die haben das nicht, dann können die das nicht, dann muss das irgendwie anders refinanziert werden, gehen wir aber gar nicht, will ich gar nicht.
00:22:08: Also wenn sie pflegebedürftig sind, dann kriegen sie einen Pflegegrad, davon gehen wir ja aus, wenn sie pflegebedürftig sind, kriegen sie einen Pflegegrad und je nach Stufe haben sie ein Budget, was wir bei der Pflegeversicherung nutzen.
00:22:22: Das Budget, das nennt sich Pflegesachleistung, je nach Pflegestufe geht es halt immer höher und wenn wir als Pflegedienst sozusagen pflegen, dann nutzen wir die Pflegesachleistung und je nach Umfang, also meistens, also man kriegt nur einen, man kriegt Pflege, nochmal, also wenn man sozusagen einen Antrag stellt auf Pflegebedürftigkeit, dann gibt es zwei Fälle, einmal gibt es einen Angehörigen, der pflegt, dann kann man Pflege geben, dann kann man Pflege geben, dann kann man Pflege geben, dann kann man Pflege geben, dann kann man Pflege geben, dann kann man Pflege geben.
00:22:52: Oder man hat keinen Angehörigen, niemanden und dann gibt es Pflegesachleistungen nur, die man ausschöpfen kann.
00:22:59: Es gibt aber auch die Möglichkeit zu kombinieren, es gibt einen Angehörigen, der morgens von 8 bis 12 da ist, aber danach halt nicht, dafür muss der Pflegedienst dann reinkommen und dann kombiniert man, dann gibt es Kombinationsleistungen, also wir machen nur einmal täglich einen Einsatz, aber der ist stark pflegebedürftig, hat eine hohe Pflegestufe, sagen wir mal 4 und das, was wir dann abrechnen,
00:23:22: wird verhältnismäßig abgezogen am Pflegegeld und dann kriegt der Mensch, der sozusagen den Angehörigen, den Pflegebedürftigen pflegt, kriegt dann auch eine Aufwandsentschädigung.
00:23:32: Okay, jetzt ist es ja so, was, Viktoria, ist, was passiert, oder was ist so der tägliche Ablauf bei euch, was passiert, wenn das Telefon kommt oder klingelt, nicht kommt, das ist ja schon da.
00:23:49: Telefon klingelt bei uns permanent.
00:23:52: Ja, also wir haben 4 Leitungen und sind hier permanent auch besetzt, deswegen müssen die anderen ein bisschen warten, aber oft bekommen wir Anrufe und dann wird dann, ja, also natürlich Frage gestellt, ob wir aufnehmen können, die wissen nicht, wo die anfangen sollen,
00:24:17: also Pflegegrad 2 ist vorhanden, ja, dann fahren wir.
00:24:22: Also wir gehen nach Hause zum Pflegebedürftigen und stellen fest, individuellen Plan, sehr individuell, genau wo er Hilfe braucht oder sie.
00:24:35: Und nur da helfen wir, wenn wir, also wir reden jetzt, wir sprechen jetzt aus langjähriger Erfahrung, also ich bin auch Fachkraft, wenn ich reinkomme, sehe ich direkt, wo Pflegebedürftigkeit da ist.
00:24:52: Also wir helfen nicht unbedingt da, wo er keine Hilfe braucht.
00:24:57: Ja, das ist so.
00:24:58: Genau, wir wollen auch, dass die Menschen selbstständig bleiben, wir trainieren auch Selbstständigkeit, sage ich mal.
00:25:05: Also natürlich, wenn Pflegebedürftiger auf 5. Stock lebt und nicht selber in der Lage einkaufen gehen kann, übernehmen wir das, aber er kann sich noch pflegen, er kann sich noch waschen,
00:25:22: kann ja sein, dass er zum Beispiel dieses Pflegegeld behält, ja, und wir gehen nur einkaufen.
00:25:30: Also das heißt, wir gehen individuell bei jedem Menschen, bei jedem Pflegebedürftigen, stellen wir fest, wo Pflegebedürftigkeit liegt, wo wir helfen können, erstellen wir zusammen Plan mit Angehörigen und selber Pflegebedürftigen und starten dann.
00:25:49: Genau, also das ist so.
00:25:52: Es gibt natürlich auch medizinische Hilfe, wo wir nur Medikamenten vergeben und Wunde versorgen, das ist natürlich Krankenkasseversicherung, da muss man auch nicht unbedingt Pflegegrad haben.
00:26:08: Also wenn Mutter oder Vater vergisst, die Tabletten einzunehmen, dann können wir auch diese Leistung halt anbieten, das kostet nichts, das übernimmt komplett die Krankenkasse.
00:26:19: Ja, das muss man.
00:26:20: Weil es ist geteilt, so Pflegekasse.
00:26:22: Ja, Pflegekasse und Krankenkasse, Pflegekasse übernimmt dann die Leistungen für Körperpflege, für Einkaufen auch, für Hauswirtschaft und solche Leistungen halt.
00:26:35: Du hast soeben im Vorgespräch, als wir gesprochen haben, so eine schöne Geschichte erzählt, die ist bei mir hängen geblieben.
00:26:41: Magst du die nochmal erzählen? Worum ging es da nochmal?
00:26:44: Ja, also ich hatte einen Angehörigen beraten, der war vor einigen Wochen bei uns.
00:26:52: Wir haben die Mutter von ihm mit hauswirtschaftlicher Versorgung unterstützt, genau, und sie ist dann ganz plötzlich bestürzt, beziehungsweise sie ist ins Krankenhaus gekommen.
00:27:08: Man hat festgestellt, sie hat einen Schlaganfall gehabt, war einseitig gelähmt und der Sohn hatte mir dann den Zustand so gesagt, das ist auch mal so eine Sache,
00:27:22: hat mir den Zustand so erzählt, als gäbe es noch die Option, dass es besser wird mit der Beweglichkeit, mit der Reaktion und deswegen möchte er sie nach Hause holen und weiter versorgen.
00:27:37: Aus dem Krankenhaus habe ich aber gehört, ich habe den Sozialdienst dann gesprochen, habe dann nochmal abgefragt, wie so die Mobilität ist, wie ansprechbar ist denn die Angehörige oder die Mutter von dem Angehörigen.
00:27:52: Und da sagt man mir, dass da sehr wenig an Reaktionen zurückkommt und dass auch die Prognose für eine weitere Verbesserung von diesem Zustand eher nicht so gegeben ist.
00:28:04: Dann hatte ich den Kunden beraten und habe dann den Sohn beraten und habe ihm gesagt, wir können natürlich, wenn sie nach Hause kommen soll, bei der Versorgung unterstützen, die Grundpflege übernehmen.
00:28:16: Ich habe ihm nochmal ganz ausführlich erklärt, dass wir halt nur bestimmte Zeitpunkte oder Zeiträume.
00:28:22: Da sind, dass man, weil sie halt alleine gelebt hat, diese Mutter feststellen muss, beziehungsweise sicherstellen muss, dass in den anderen Zeiten dann jemand da ist, weil sie weder aufstehen kann, noch sprechen kann, nichts.
00:28:37: Ja, verstehe ich.
00:28:39: Habe ihn ausführlich beraten und dann habe ich ihm einen Kostenvoranschlag auch mitgegeben, weil das mit einer Zuzahlung auch verbunden wäre, weil der Einsatz sehr aufwendig gewesen wäre.
00:28:52: Und dann habe ich ihm mitgegeben gesagt, er soll mit den Geschwistern nochmal sprechen und dann in Ruhe nochmal drüber nachdenken und wieder zurückkommen.
00:28:58: Dann kam er wieder rein nach ein paar Tagen, hat sich wieder hingesetzt, haben wir wieder fast eine halbe Stunde besprochen.
00:29:04: Ja, er will das machen, er will die Mutter nach Hause holen und es wird jetzt nur noch eine Pack verlegt und dann kommt sie nach Hause.
00:29:12: Gut, haben sie sichergestellt, dass in den restlichen Zeiten jemand da ist.
00:29:16: Ja, wir wechseln uns ab, das kriegen wir hin, wir wollen das auf jeden Fall.
00:29:20: Pflegebett, alles ist schon organisiert.
00:29:22: Ja, alles ist schon organisiert, Rollator, Rollstuhl, alles.
00:29:25: Rollator wird sie nicht brauchen können wahrscheinlich, aber es ist schon alles organisiert.
00:29:29: Okay, dann habe ich abgewartet, der Tag der voraussichtlichen Entlassung war schon da.
00:29:35: Ich hatte dann halt keine Info bekommen, habe nochmal im Krankenhaus auch nochmal versucht, jemanden zu erreichen.
00:29:40: Und bevor ich dann einen Rückruf aus dem Krankenhaus hatte, kam der Herr wieder rein und dann hatte er nochmal gesagt, dass die Situation sich verschlechtert hat.
00:29:49: Und ich glaube, dass...
00:29:52: Es war aber eher so, dass er in dem Moment es realisiert hat, wie schlecht es ist.
00:29:55: Genau.
00:29:56: Weil die Situation war eigentlich die ganze Zeit gleich.
00:29:58: Genau, da muss ich leider einmal jetzt dazwischen.
00:30:02: Ja, ja.
00:30:02: Weil, behalt es bitte im Kopf, was du noch zu erzählen hast.
00:30:04: Aber das ist genau das, was ich auch gerade, als du es erzählt hast, auch so eben nochmal erzählt hattest, ist einfach so, man selber als Sohn oder in erster Instanz als Tochter oder was auch immer, will das ja gar nicht realisieren, weil man ja emotional natürlich gefangen ist.
00:30:20: Genau.
00:30:20: Die Sachlage dann anders darstellt.
00:30:22: Anders darstellt, als man das von außen betrachtet, so wie ihr das zum Beispiel mal, ne?
00:30:25: So, da sind Emotionen da und da möchte man halt einfach gucken, dass Mama und Papa immer gut geht.
00:30:29: Ist ja logisch, ne?
00:30:30: So, und jetzt hat er realisiert, boah, das war doch nicht mehr so.
00:30:34: Bitte erzähl.
00:30:35: Ja, genau.
00:30:36: Und das war das dritte Gespräch.
00:30:37: Da hatte ich ihm dann nochmal...
00:30:40: Da hat er gesagt, dass die Situation doch verschlechtert hat.
00:30:44: Und dann habe ich ihm auch nochmal andere Sachen noch hinzuge...
00:30:50: Also beraten, dass er natürlich...
00:30:52: Auch einen mutmaßlichen Willen seiner Mutter im Krankenhaus vielleicht nochmal festsetzen kann, nochmal darüber nachdenken soll, ob er wirklich das Leben verlängern möchte oder ob man vielleicht die Lebensqualität so lässt, wie es jetzt ist und damit vielleicht abschließt, was ihm als Sohn natürlich schwerfallen wird.
00:31:09: Und das war eine sehr emotionale Beratung.
00:31:13: Und tatsächlich habe ich von Anfang an in diese Richtung beraten, aber es war schwierig, weil er das nicht realisieren wollte.
00:31:21: Und...
00:31:22: Ich natürlich ihm nicht...
00:31:24: Also ich kann keinen Menschen in eine Richtung bewegen, der das nicht sieht, der das selber auch gar nicht offen für ist.
00:31:30: Aber an dem Tag war er dann soweit.
00:31:32: Und tatsächlich war das dann so, dass...
00:31:35: Dann habe ich ihn beraten und habe gesagt, ja, sprechen Sie nochmal im Krankenhaus, wie das weitergehen soll.
00:31:41: Und ja, und dann kam er nochmal rein, zwei Tage später.
00:31:45: Das war ein ganz kurzes Gespräch.
00:31:47: Hat er gesagt, ja, jetzt ist die Mutter auch bei der Tiefstation und es wird jetzt bald zu Ende gehen.
00:31:52: Und hat sich nochmal sehr herzlich bedankt für die Beratung.
00:31:56: Und ich war...
00:31:57: Also das war eine Erfolgsgeschichte.
00:31:59: Auch wenn ich für die Firma keinen Kunden natürlich hatte, war das genau das Richtige.
00:32:03: Es war genau das, was wir für unsere Kunden tun müssen.
00:32:06: Also der Kunde war ja schon bei uns.
00:32:07: Die Mutter war ja schon bei uns Kunden vorher.
00:32:09: Und das war genau die richtige Entscheidung für diese Kunden, sie gehen zu lassen.
00:32:13: Weil sie keinerlei Reaktionen auf das Leben hätte bieten können.
00:32:19: Aber das ist ja genau das.
00:32:20: Und das ist das, Robert, eben...
00:32:21: Wie wir im Gespräch eingangs drüber gesprochen haben, ihr geht individuell jedem Einzelnen ein.
00:32:28: Weil das ist ja das, was euch ausmacht.
00:32:30: Wir arbeiten alle mit Menschen.
00:32:31: Ich arbeite auch mit Menschen.
00:32:32: Ob es jetzt eine Scheidung, Tod oder Erbe ist.
00:32:35: Da ist einfach der Mensch erstmal Faktor, bevor ich eine Immobilie verkaufe.
00:32:38: Das Gleiche ist bei euch.
00:32:39: Wenn ihr die Person habt, die kommt zu euch hin, die haben ein Problem, dann guckt ihr euch das an.
00:32:43: Ihr habt eure ganzen Systeme, die dahinter sind, eure Netzwerke, die dahinter sind.
00:32:47: Aber letztendlich seid ihr immer noch Mensch und helft Menschen zu Menschen.
00:32:50: Das ist das, was eigentlich auch...
00:32:51: Was ausmachen soll, dass man nicht einfach nur eine Nummer ans Bein geht.
00:32:55: Ja.
00:32:56: Und das finde ich so schön.
00:32:56: Die Geschichte fand ich...
00:32:57: Also nicht Geschichte, das ist ja keine Geschichte.
00:32:59: Schon, ja.
00:33:00: Aber es ist eine, die auch passiert ist und nicht einfach erfunden ist.
00:33:03: Und das ist ja genau das, warum wir hier sitzen.
00:33:05: Dass man auch mal sagen kann, hör mal, pass mal auf.
00:33:07: Wenn ihr ein Problem habt innerhalb der Familie, lasst euch beraten.
00:33:10: Ihr seht es emotional eh anders als ein Außenstehender.
00:33:13: Eine außenstehende Person kann neutral gut atmen.
00:33:17: Ob du das annimmst, ist ja eine andere Geschichte.
00:33:20: Habt ihr ja ganz klar.
00:33:20: Genau.
00:33:21: Es ist ja so, bestimmte Sachen brauchen Zeit.
00:33:23: Wissen wir alle.
00:33:24: Und dann, wenn die Zeit reif ist, dann kommt man auch wieder zusammen.
00:33:27: Deswegen finde ich es so gut, dass du sagst, wir beraten im ersten Schritt.
00:33:31: Viktoria hat es auch gerade nochmal gesagt.
00:33:32: Wir beraten im ersten Schritt kostenlos.
00:33:35: Das ist wichtig, damit die Leute wissen, ihr bringt zu uns kommen jederzeit.
00:33:38: Wir gucken, ob wir euch helfen können.
00:33:39: Wenn wir euch helfen können, geben wir euch eine Hand.
00:33:41: Wenn nicht, ist auch in Ordnung.
00:33:43: Und wenn es dann soweit ist, kommt aber.
00:33:45: Weil dann wisst ihr wenigstens, was ihr zu tun habt.
00:33:47: Danke, dass ihr beiden da wart.
00:33:49: Und das eine oder andere aus dem Nähkästchen.
00:33:51: Vielleicht gibt es noch eine zweite Staffel.
00:33:53: Das weiß ich noch nicht.
00:33:54: Aber ich denke schon.
00:33:55: Ich habe nur so zwei, drei Geschichten, die ich noch rauskitzle.
00:33:57: Vielen Dank, dass ihr da wart.
00:33:59: Danke, dass wir dich einladen.
00:34:00: Dankeschön.
00:34:01: Dankeschön.
00:34:01: Danke, dass ihr da wart.
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